Roboexotica 2018 - Festival for Cocktailrobotics
Eine neue Idee für unsere „Maschine“ hätten wir ja schon. Die letzte war zwar gut, aber viel zu klein, und daher soll es dieses Jahr etwas Größeres werden.
Ich will eine Maschine bauen, die mindestens 16 Flaschen handhaben kann. Das Thema der Gurken- oder Zitronenscheiben soll auch automatisiert werden, sowie die Zugabe vom Eis. Das etwas festere Fruchtmark war auch noch ein Problem, da wir dieses auch noch nicht automatisch beimengen konnten. Die Mitstreiter von 2017 sind da noch nicht so begeistert von der Idee. Wahrscheinlich noch vom letzten Jahr etwas überanstrengt.
Hier haben wir noch einiges vor, um das alles mechanisch auf den Weg zu bringen. Softwaretechnisch wollen wir alles auf einen ESP32 bringen und per Webanwendung dann steuern. Als Basis soll das alles auf zwei ½-Europaletten aufgebaut werden.
Ich habe mal begonnen, die ersten Teile zu besorgen, und zuvor das angedachte Projekt überdacht. Ansatz war, den Aufwand während der Veranstaltung für die Betreuer des Standes so gering wie möglich, aber den Spaßfaktor für die Besucher hoch zu halten Es sollten dann auch wieder viele LEDS verbaut werden, da diese einen enormen Anziehungspunkt bei unserer letzten Maschine erzeugten.
Wie auch immer, bei einem Firmenfest hatten Lehrlinge einen Bierglas-Curling-Tisch gebaut. So einen Tisch haben wir nachgebaut. Der Unterschied zum üblichen Curling wird unser Exemplar sein: mit Bierkrügen als Steinen und es wird auf einer Resopalplatte gespielt. Ursprünglich sollten die Bierkrüge mit einem RFID-Chip versehen und das Ziel mit einem RFID-Leser ausgestattet werden. Dieses will ich aber umdrehen und hier den Tisch mit Ferromagneten sowie die Bierkrüge mit einem Hall-Sensor versehen und hier die Bierkrüge unterschiedlich dann zum Leuchten bringen, wenn z. B. das Ziel getroffen wird. Für den Tisch werden wir Resopalplatten verwenden und dieser wird ca. 280 cm × 85 cm groß werden. Die Abgrenzungen (damit nichts runterfällt) werden ebenfalls aus Resopalplatte gebaut und ca. 10 cm hoch und mittels Strebenprofil 20 × 20 Nut 6 befestigt und umgebaut.

Als Tischersatz werden Europaletten dienen, da ich eventuell einige Europalettenmöbel zur Vervollständigung des Standes auch noch bekomme Als „Siegerprämie“ denken wir z. Z. an Energy-Drink-Dosen und ausgesuchte Biere.
Unten: der Transport der Resopalplatte. Diese war leider etwas zu groß für mein Auto. Die Dachträger hatte ich mir vor Jahren mal bei IKEA besorgt und sie haben tadellos funktioniert (bin aber nicht weit und auch nicht schnell gefahren).

Erster Aufbau im Keller, um die Dimensionen mal zu betrachten und ersten Gleitversuche mit unterschiedlichen Gläser.

Hier schon mit den passenden Gläser. Ist nicht einfach das Ziel zu treffen.

Unten die Versuche, die richtigen Maße für die Aluminium-Systemprofil auszuloten. Die Ecken mussten weggeschnitten werden.

Das gute Werkzeug von Bernhard für die Gewinde die für die Verbindungswürfel notwendig sind.

Alles mal versuchsweise zusammen geschraubt. Eventuell kommt noch eine Aluminium U-Profile auf die Seitenwände drauf.

21.10.2018: Heute haben wir noch weiter wichtige Positionen bestellt. Die RGB-LED-Strip mit WS2812b-Controller, die Neodym-Magneten 30 × 2 mm und noch einen Münzprüfer. Wir müssen leider für jedes Spiel etwas verlangen, da die Anschaffungskosten doch in die dreistelligen Euros gehen. Um hier der Diskussion aus dem Weg zu gehen, werden wir einen Münzprüfer noch anbauen, der ein Spiel starten lässt. Wir denken, ein Spiel mit drei Versuchen kann durchaus 1 € kosten, da es ja auch eine Dose eines namhaften Energy-Drinks oder ein Bier als Gewinn geben könnte.
Unten der Münzer, den wir für wenig Geld bei Amazon erstanden haben. Das Teil hat mich aber doch 2 Stunden gefuchst, bis ich die Programmierung verstanden habe. Jetzt noch einen Arduino an den Münzer anschließen und etwas Code und dann wird das schon was.

Wir haben dann noch eine Beleuchtung für das Ziel vorgesehen, wo wir auch eine Kamera anbringen wollen, die einen besseren Überblick zulässt. Mittlerweile haben wir auch die Folie auf einem Folienschneider angefertigt, um das Ziel besser visualisieren zu können. Nächste Woche wird alles zusammengebaut und anlässlich der Geburtstagsparty meiner Tochter mal probeweise getestet. Hoffentlich bekommen wir noch alle Teile und die Codes für die ESP32 werden zumindest ansatzweise fertig. Die Aluminium-Systemprofile lassen leider auf sich warten, damit was am Tisch weitergeht. Ach ja, die Neodym-Magneten (30 mm im Durchmesser) sind auch schon angekommen. Heute (27.10.2018) haben wir mal den Hall-Sensor im ESP32 ausprobiert. So wie die ersten Versuche aussehen, werden wir alle 10 Stück der Neodym-Magneten nutzen müssen, um eine verlässliche Anzeige zu bekommen. Habe auch das Inlay für die Biergläser probeweise mal gefräst. Die Gläser sind leider nicht alle gleich, daher musste ich den Durchmesser anpassen, damit die Scheiben auch auf den Boden kommen. In die Inlays werden die RGB-LED-Ringe eingelassen, so leuchten diese auch besser, und dann kommt noch der ESP32 in die Mitte sowie ein LiPo-Akku mit Halter. Sieht dann in etwa so aus (unten noch mit einem UNO).


Stephan war auch da und wird sich wie letztes Jahr der SW annehmen (er hat aber schon wieder Ideen, die alles perfekt machen würden) Zielerkennung per Videoanalyse). Ich bin da mal pragmatisch, einfach, und funktionieren soll es werden. Wir haben uns darauf geeinigt, dass der Münzprüfer und ein Arduino UNO sich um das Zählen der Münzen kümmern. Die Freigabe des Spiels wird durch das Ändern der Farbe von Rot auf Grün in den Gläsern angezeigt (hier werden wir noch Zugmagneten unter den Tischen montieren, hoffentlich reicht der Magnetismus aus). Eventuell werden auch die Lichterketten in dem Aluminium-Systemprofil mit demselben UNO angesteuert.
Noch einiges zu tun. Morgen haben wir ja eine Stunde länger „Sommerzeitumstellung“ und Regen. Vielleicht geht da wieder was weiter.
30.10.2018: Heute habe ich an dem Münzergehäuse gearbeitet. Ist aus den Resten von Resopal entstanden. Auch habe ich an einigen Zeilen des Codes mich mal versucht. Ja, es funktioniert: 1€: zwei x blinken und 50 Cent: 1 x blinken. Ebenso habe ich einige Versuche mit dem Hallsensor angestellt und die Hubmagneten ausgetestet. Leider geben die kein so großes Magnetfeld ab wie erhofft. Wird aber schon irgendwie funktionieren. Ich habe mich dann auch noch um die Beleuchtung des Aluminium-Systemprofils angenommen. Die leuchten jetzt schon ordentlich.
01.11.2018: Heute habe ich die Inlays der Gläser gefräst. In die Inlays werden ja die runden RGB-LEDs und der ESP32 eingelegt. Dann habe ich bei zwei Abgrenzungen auch noch unser Logo „UNDERGROUND-MAKER“ eingefräst. Irgendwo wollen wir ja auch verewigt sein.
03.11.2018: Wir haben dieses Wochenende den Lasercutter mal zum Laufen gebracht. Mehr hier. Dieses hat uns leider etwas aufgehalten. Dabei sind aber einige Teile entstanden, die wir auch für unseren Tisch verwenden können, wie die Verschlussklappe für das Münzergehäuse und einige Beschriftungen. Wir haben auch das Logo für das Ziel nochmal „ausgelasert“, da mir das mit der Folie nicht so richtig von der Hand gegangen ist und diese dann im Zorn im Mistkübel gelandet ist Leider ist das mit der Schablone und dem Farbe-aufrollen auch nicht wirklich zu meiner Zufriedenheit gelungen.
Hoffentlich kommen Montag oder Dienstag die restlichen Aluminium-Systemprofile Bei der ersten Bestellung habe ich mich leider in der Dimension geirrt und 20 × 20-mm-Profile bestellt. Um die Zeit etwas zu nutzen, habe ich alles mal ordentlich zusammengestellt, damit es umgehend weitergehen kann. Berni hat dann noch neben dem Test des Lasercutters (sein neues Spielzeug) die Halterung für die Kamera angefertigt.
05.11.2018: Unten der fast fertige Bierglas-Curling-Tisch. Hier fehlen jetzt noch der Münzprüfer und die Start- und Zielmagneten. Die liegen noch am Arbeitsplatz und hoffen auf deren Endmontage (brauche diese noch für weitere Tests der SW).

Beim Unterbau bin ich mir noch nicht sicher, ob da die bereitgestellten Konstruktionen oder doch die Variante mit den Paletten kommt. Die Paletten würden dem Tisch noch einen rustikalen Stil geben. Weitere Versuche, das Ziel zu treffen, sind nach wie vor sehr schwierig. Ich brauche fast immer 30 bis 40 Versuche, bis es einmal klappt. 18.11.2018: So, wir haben noch 3 Tage bis zur Roboexotica 2018. Was ist fertig? Der Tisch steht (etwas wackelig, aber er steht). Hier hoffen wir auf den „angesprochenen“ Unterbau des Theaters Heute haben wir den Münzprüfer mit der „Start-Apparatur“ software- und hardwaremäßig vereint. Bis auf einen Massefehler – der Zähler geht schon los, wenn nur der Münzprüfer berührt wird – läuft alles. An den Glaseinsätzen habe ich letzte Woche schon gearbeitet, heute sind wir dem Arduino OTA ESP32: Wi-Fi (OTA) Wireless Update nachgelaufen, da die endgültigen Parameter via OTA eingespielt werden müssen. Es hat sich leider herausgestellt, dass bei dem LiPo-Akku das Gehäuse aus Metall besteht und dies doch etwas Einfluss auf den Hall-Sensor hat. Aus diesem Grunde musste auch von den Elektromagneten auf Neodym-Magneten für die Umschaltung beim Start ausgewichen werden. Die Neodym-Magneten werden via Servos von der Startposition jetzt weggedreht. Was steht noch an? 3 × die ESP32 mit der letzten FW-Version mit Arduino OTA ESP32: Wi-Fi (OTA) Wireless Update aufspielen, dann die ESP mit Kupferlackdraht und den RGB-LEDS noch verlöten und auf die Plexiglaseinheiten aufbringen. Dann muss alles mal auf Herz und Nieren getestet werden und danach wiederum für den Transport nach Wien zerlegt werden. Hoffentlich überleben alle Teile den Transport und kommen gut in Wien bei der Veranstaltung an. 19.–22.10.2018: Hier wurde noch der Feinschliff bei der SW durchgeführt und alles zusammen gelötet. Wie durch ein Wunder hat dann auch alles funktioniert und die Anreise mit Hilfe unseres guten Geistes Gerhard mit seinem Anhänger konnte starten.
22.–24.10.2018: vier sehr schwierige Tage. Wenig Schlaf und die Maschine am Laufen halten. Meine Kinder haben mich am Samstag abgelöst. Wie schon letztes Jahr war ich das schwächste Glied hier in der Kette. Mann wird halt nicht jünger.

27.11.2018: Wir waren dabei und unser Tisch hat hervorragend und fast ohne Ausfall funktioniert. Was haben wir noch ändern müssen? Der Münzprüfer hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Leider hat er nach wie vor andauernd Impulse an den Arduino abgegeben und damit auch der Startsequenz in den Biergläsern. Dieses haben wir dann in der Folge durch einen Schranken noch behoben. War auch leider notwendig, da, wenn Gruppen gekommen sind, diese durch die Gruppendynamik nicht von „Freispielen“ abgehalten werden konnten.
Hier einige Bilder:




Unser Stand war regelmäßig gut bis sehr gut besucht. Teilweise mussten wir auch Spielverbote aussprechen, da es einige Gäste so angetan hat, dass diese zu viele „Sponsoren“ am Tisch liegen hätten lassen. Ab maximal 20 € war für uns dann Schluss. Wir haben für jeden Kunden, der das Ziel treffen konnte, einen Jägermeister bereitgestellt und falls 3 × gespielt wurde, hat er auch einen bekommen, auch wenn er nicht getroffen hat. Wir wollten hier nicht als Betrüger dastehen. Am Sonntag hat dann fast jeder einen Jägermeister bekommen, da ich diesen nicht wieder mitnehmen wollte.
Verbesserungen für den nächsten Einsatz. Die Zielerkennung mit den Hall-Sensoren müssen wir noch verbessern. Das Ziel mit LED beleuchten und die zweite Schranke noch montieren. Auch die Farben werde ich noch ändern (vielleicht das Öffnen des Schranken mit einer Farbänderung in den Gläsern noch verbinden). Was bemängelt wurde? Dass die Gläser nicht mit Bier, beim Erreichen des Ziels, gefüllt werden. Diesen Wunsch kann ich leider nicht erfüllen, werde aber eventuell einen einfachen Getränkespender an den Tisch noch anbauen. Hier wird es aber nur eine Auswahl an z. B. Whisky u. Ä. geben. Je nach Zielerreichung unterschiedliche Qualitäten. Mal sehen, ob wir daran weiterbauen?!
Zu guter Letzt haben wir mit unserer Maschine dieses Jahr keinen Preis erringen können. Die angefallenen Materialkosten sind zumindest „eingespielt“ worden und wir hatten viel Spaß und konnten viel über Gruppendynamik und Spielverhalten der Besucher lernen. Fürs Erste habe ich mal genug, aber vielleicht springt der Funke 2019 wieder an und wir machen wieder mit. Einige Ideen hätte ich schon. Wir werden den Tisch auf der Maker Faire Vienna 2019 zur Diskussion ausstellen.